{"id":1142,"date":"2022-06-05T16:13:19","date_gmt":"2022-06-05T14:13:19","guid":{"rendered":"https:\/\/theater-kompagnie-stuttgart.de\/home\/?page_id=1142"},"modified":"2024-04-27T17:48:48","modified_gmt":"2024-04-27T15:48:48","slug":"der-zerbrochne-krug","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/theater-kompagnie-stuttgart.de\/home\/pressearchiv\/der-zerbrochne-krug\/","title":{"rendered":"Der zerbrochne Krug"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;section&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_color=&#8220;rgba(0,0,0,0.52)&#8220; use_background_color_gradient=&#8220;on&#8220; background_color_gradient_stops=&#8220;#000000 14%|rgba(0,0,0,0.52) 50%&#8220; background_color_gradient_start=&#8220;#000000&#8243; background_color_gradient_start_position=&#8220;14%&#8220; background_color_gradient_end=&#8220;rgba(0,0,0,0.52)&#8220; background_color_gradient_end_position=&#8220;50%&#8220; background_image=&#8220;https:\/\/theater-kompagnie-stuttgart.de\/home\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/06\/Krug-Header-scaled.jpg&#8220; background_blend=&#8220;overlay&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row admin_label=&#8220;row&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_text_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; background_layout=&#8220;dark&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h1 style=\"text-align: center\">Der zerbrochne Krug<\/h1>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; collapsed=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;|auto|-30px|auto||&#8220; custom_padding=&#8220;0px||0px||false|false&#8220; border_color_all=&#8220;#f2f2f2&#8243; border_width_bottom=&#8220;2px&#8220; border_color_bottom=&#8220;#000000&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<span><span><a href=\"https:\/\/theater-kompagnie-stuttgart.de\/home\/\">Theaterkompagnie Stuttgart<\/a><\/span><\/span>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; min_height=&#8220;1189.5px&#8220; custom_padding=&#8220;32px|||||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/theater-kompagnie-stuttgart.de\/home\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/06\/5625001_1_articledetail_20220428_saalbau_kleist_der_zerbrochene_krug_03.jpg&#8220; title_text=&#8220;_DSC6465-2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h1>Log anders nicht als Schweigend<\/h1>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>Neuburg<\/h3>\n<p>Kann ein Lustspiel aus dem 18. Jahrhundert noch aktuell sein und Themen wie<br \/>MeToo glaubhaft aufgreifen? Dass dies m\u00f6glich ist hat die Theater Kompagnie Stuttgart mit<br \/>Ihrer Inszenierung des St\u00fcckes. Der zerbrochene Krug&#8220; am Dienstagabend Im Neuburger<br \/>Stadttheater bewiesen.<br \/>Eine fiese Intrige entwickelt sich<br \/>Als sich der Vorhang hebt, bietet sich dem Publikum der Blick auf eine Baustelle.<br \/>Umzugskisten stehen herum, St\u00fchle sind mit Malervlies abgedeckt, auf einer Stehleiter hat<br \/>die Kaffeemaschine ihren Platz gefunden. Das B\u00fchnenbild k\u00f6nnte es kaum besser<br \/>veranschaulichen: Das Gerichtsgeb\u00e4ude ist ein Sanierungsfall und gleiches gilt f\u00fcr den dort<br \/>herrschenden Dorfrichter Adam (Semjon E. Dolmetsch), der nicht nur Recht beugt, wie es<br \/>ihm gef\u00e4llt, sondern selbst Straft\u00e4ter Ist. Was sich erst Im Zuge der Gerichtsverhandlung um<br \/>den zerbrochenen Krug aufkl\u00e4rt, ist dies: Adam setzte das M\u00e4dchen Eve unter Druck, indem<br \/>er behauptete, ihr Verlobter Ruprecht (Manuel Nero) werde nach Ostindien eingezogen und<br \/>von dort k\u00e4me nur einer von drei lebendig zur\u00fcck. Was Adam bezweckt, Ist die Befriedigung<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>seiner m\u00e4nnlichen Triebe &#8211; was sich Im Detail In Eves Kammer abspielt, wird nicht offenbart. Jedenfalls sagt Ruprecht, er habe Eve (Sophie von Grudzinski) leichenblass und schlotternd vorgefunden, in die er vor Eifersucht rasend eingebrochen ist und dann den Vergewaltiger, den er f\u00fcr einen Nebenbuhler h\u00e4lt, mit Hilfe einer T\u00fcrklinke aus dem Fenster pr\u00fcgelt. Nur, dass es eben der Dorfrichter ist, erkennt Ruprecht im Dunkeln nicht und Eve schweigt, um ihren Verlobten zu sch\u00fctzen. Erst als Adam &#8211; mit Kopfwunden &#8211; die Gerichtsverhandlung despotisch beendet, indem er Ruprecht verurteilt, bricht Eve ihr Schweigen: \u201eDer Richter hat den Krug zerbrochen.\u201c<\/p>\n<p>Moderne Inszenierung eines klassischen Lustspiels<\/p>\n<p>Wer bisher den \u201ezerbrochenen Krug&#8220; als Lustspiel kannte, der wird sp\u00e4testens jetzt in der Inszenierung der Theater Kompagnie Stuttgart \u00fcberrascht sein. Dabei ist es konsequent und logisch, was Christian Schl\u00f6sser (Regie) und Carl H\u00e4ser (Dramaturgie) hier als alternatives Ende einf\u00fcgen. Immerhin wurde in der Fachwelt schon diskutiert, ob \u201eDer zerbrochene Krug&#8220; nicht doch eher Tragikom\u00f6die oder gar Trag\u00f6die ist. Auf Eves mutige Aussage, dass der Richter den Krug auf dem Gewissen hat und ihn damit auch gleichzeitig anklagt, ihr etwas angetan zu haben, bekommt sie keinen Zuspruch oder gar Trost, alle wenden sich von ihr ab. Eindr\u00fccklich die Szene, in der das Ensemble als Chor auftritt und mehrfach ins Publikum skandiert: \u201eDann log sie. Log anders nicht als schweigend, doch sie log\u201c. Allein bleibt Eve hilflos und zerst\u00f6rt zur\u00fcck. Doch dann springt die Inszenierung wieder zur\u00fcck an den Punkt, als Eve den Richter als T\u00e4ter identifiziert und das St\u00fcck wird zu Ende gespielt, wie Kleist es vorgesehen hatte. Eve und Ruprecht k\u00f6nnen ein Paar sein und der kriminelle Richter Adam ist vertrieben. Nur die Frau Marthe Rull ist noch immer nicht zufrieden und will den Fall ihres zerbrochenen Kruges in der n\u00e4chsth\u00f6heren Instanz vorbringen. Ging es Kleist zu seiner Zelt sicher um die Themen Rechtsbeugung und Klassenjustiz, wurden dem Neuburger Publikum moderne Interpretationsans\u00e4tze geboten. Die Rolle des Gerichtsrats Walter wird mit Lorena Juri\u0107-Bla\u017eevi\u0107 weiblich besetzt. So ist der vor M\u00e4nnlichkeit strotzende Adam \u00fcberrascht, hatte er doch ebnen m\u00e4nnlichen Gerichtsrat erwartet. Dass nun eine Frau vor ihm steht, stresst ihn, denn zum einen muss er w\u00e4hrend der gesamten Gerichtsverhandlung seine eigene Tat vertuschen, seinen desolaten Zustand \u00fcberspielen und dann muss er sich also auch noch gegen\u00fcber einer Frau rechtfertigen. Jede Rolle hervorragend besetzt<br \/>Das St\u00fcck ist gro\u00dfartig gespielt: Sei es die k\u00fchle Gerichtsr\u00e4tin, der irre-lachende Dorfrichter, die auf ihren Krug fixierte Marthe (Dagmar Claus) oder die traumatisierte Eve (Sophie von Grudzinski), die bei dem Betrachter so viel Mitleid hervorruft, dass man Ihrer Mutter zurufen m\u00f6chte, sie m\u00f6ge ihr Kind doch endlich einmal In den Arm nehmen. Spannend, wie aktuell ein immerhin mehr als 200 Jahre altes St\u00fcck noch heute dank einer vollst\u00e4ndig gelungenen Inszenierung sein kann.<br \/>Heidrun Budke<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;#f2f2f2&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h1>Flott inszenierter Klassiker<\/h1>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>Steinhagen<\/h3>\n<p>Klassiker gegen den Strich zu b\u00fcrsten \u2013 das ist die Spezialit\u00e4t der Theater Kompagnie Stuttgart. Damit gelingt es ihr, neue Sichtweisen und Blickwinkel vor allem f\u00fcr junge Zuschauer zu er\u00f6ffnen, um deren Akzeptanz f\u00fcr das Theater zu erh\u00f6hen. Heinrich von Kleists Lustspiel \u201eDer zerbrochene Krug\u201c, uraufgef\u00fchrt im Jahre 1808, verf\u00e4ngt unter der Regie von Christian Schl\u00f6sser mit einem ungew\u00f6hnlichen Setting und einer flotten Inszenierung. In der bis auf wenige Pl\u00e4tze gef\u00fcllten Aula des Schulzentrums z\u00fcndete das Ensemble auf Einladung des Kulturwerks am Donnerstagabend ein Feuerwerk guter Laune, entwickelte den Einakter mit packender Energie und dem Gesp\u00fcr f\u00fcr treffliche Momente.<br \/>Die Gerichtsstube des Dorfrichters Adam wird saniert, Baul\u00e4rm unterbricht immer wieder das Spiel, Handwerker stolpern durch die Szenerie. Und in diesem Treiben muss der vollkommen indisponierte Adam den Gerichtsrat Walter (besetzt durch eine Frau, Lorena Juri\u0107-Bla\u017eevi\u0107) empfangen, der Kassen und Akten pr\u00fcfen will. Indisponiert, weil er in der zur\u00fcckliegenden Nacht bei einem T\u00eate-\u00e0-T\u00eate mit Evchen (Sophie v. Grudzinski als Rockerbraut, alles andere unschuldig wirkend) erwischt und auf der Flucht einen Krug zerbrochen hat, muss er nun \u00fcber seine eigene\u00a0<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/theater-kompagnie-stuttgart.de\/home\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2021\/12\/DSC6465-2-1-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;_DSC6465-2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Straftat in einer Gerichtsverhandlung zu Gericht sitzen. Dabei versucht er immer wieder, seinen l\u00e4dierten Kopf aus der Schlinge zu ziehen, beschuldigt gar den Ruprecht (Manuel Nero), der ihm in der Nacht zwei blutige Wunden am Kopf beibrachte. Am Ende aber \u00fcberf\u00fchrt ihn Eve\u2018s Gest\u00e4ndnis, und er verliert Amt und W\u00fcrden.<br \/>Schlangengleich und mit bl\u00fchender Phantasie, aller richterlichen Unbefangen spottend, sucht Adam die Zeugen zu beeinflussen, mit s\u00fc\u00dfen Worten und Drohungen. Ohne seine Per\u00fccke, die er bei seinem n\u00e4chtlichen Abenteuer verlor, windet sich der Dorfrichter durch die Gerichtsverhandlung, die ihm aber am Ende immer mehr aus den H\u00e4nden gleitet.<br \/>Semjon E. Dolmetsch verk\u00f6rpert diesen korpulenten, wenig staatsm\u00e4nnisch auftreten Beamten mit ungebremster Vitalit\u00e4t, humpelt buffonesk durch die Stube, macht ihn zu einem bemitleidenswerten, beinahe sympathischen Zeitgenossen. Dabei entlarvt er den Dorfrichter als Spielball seiner eigenen Gel\u00fcste und Begehrlichkeiten, erst als Opfer, doch nach und nach als ein T\u00e4ter. Bestechlich und gewissenlos, ohne Reue und triebgesteuert. Er ist die Verk\u00f6rperung eines korrupten Justizwesen, in dem sich Privates und \u00d6ffentliches vermischen. Und er stolpert schlie\u00dflich \u00fcber seinen Hochmut, weil er seinem Laster verf\u00e4llt. So ist die Sanierung der Gerichtsstube ein Spiegelbild f\u00fcr Adams Amtsaus\u00fcbung, die schlie\u00dflich marode und br\u00fcchig wieder in den Figuren des Gerichtsrates und Adams Schreibers Licht (David Kiefer) unter gro\u00dfen Anstrengungen renoviert werden muss.<br \/>Es sind die Menschen wie du und ich, die die Theater Kompagnie Stuttgart auf der B\u00fchne agieren l\u00e4sst, und ihre Geschichten sind so allt\u00e4glich und und \u00fcberdauern die Jahrhunderte. Heinrich von Kleists \u201eDer zerbrochene Krug\u201c hat nichts von seiner Aktualit\u00e4t eingeb\u00fc\u00dft. Und das leidenschaftlichaufspielende Ensemble hat dazu an diesem kurzweiligen Theaterabend seinen begeisternden und viel beklatschten Beitrag geleistet.<br \/>Nikolas M\u00fcller<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;1_2,1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/theater-kompagnie-stuttgart.de\/home\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2021\/12\/unnamed-file-3-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h1>Log anders nicht als Schweigend<\/h1>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>Weiden<\/h3>\n<p>\u201eSo nimm, Gerechtigkeit, denn deinen Lauf!\u201c Dorfrichter Adam ahnte bei diesem Ausspruch wohl auch noch nicht, mit welchen Mitteln und Wegen er der Gerechtigkeit Steine in den Weg legen wird, um zu verhindern, dass die Wahrheit ans Licht ger\u00e4t: Dass der \u00dcbelt\u00e4ter n\u00e4mlich er selbst ist. Mit dem Lustspiel-Klassiker \u201eDer zerbrochene Krug\u201c nach Heinrich von Kleist begeisterte am Mittwochabend das Ensemble der Theaterkompagnie Stuttgart bei der Kulturb\u00fchne Weiden in der Max-Reger-Halle. Die \u00e4u\u00dferst kurzweilige Inszenierung von Christian Schl\u00f6sser verlegte die \u00fcber 200 Jahre alte Handlung problemlos in die Gegenwart und lie\u00df auch einen Hauch der MeToo-Debatte einflie\u00dfen. Was also ist in dem niederl\u00e4ndischen D\u00f6rfchen Huisum passiert, das f\u00fcr jede Menge Aufregung sorgt?<\/p>\n<p>Es herrscht gro\u00dfes Aufsehen um den zerschlagenen Krug der Frau Marthe Rull (beeindruckend: Dagmar Claus). Doch wer ist der Misset\u00e4ter? Wer hat ihn zerbrochen? Dorfrichter Adam hatte seiner Angebeteten \u2013 vielleicht fast schon Gestalkten \u2013 Eve (stark: Sophie von Grudzinski) einen n\u00e4chtlichen Besuch abgestattet, wurde dabei aber von deren Verlobten Ruprecht erwischt und\u00a0<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.24.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>fl\u00fcchtete unerkannt. Auf der Flucht ging allerdings jener wertvolle Krug zu Bruch, Marthe Rull brachte dies zur Anzeige im Glauben Ruprecht w\u00e4re der T\u00e4ter. Verwicklungen und Konflikte waren damit vorprogrammiert, die von allen Akteuren auf der B\u00fchne \u2013 allen voran von Semjon E. Dolmetsch als r\u00fcpelhafter und chauvinistischer Dorfrichter sowie Lorena Juri\u0107-Bla\u017eevi\u0107 in der Rolle der Kontrollinstanz Gerichtsrat Walter \u2013 bravour\u00f6s und zum Vergn\u00fcgen der Zuschauer umgesetzt wurden. Einen besonderen Dreh bekam das St\u00fcck noch mit zwei unterschiedlichen Schlussszenen \u2013 das Publikum konnte f\u00fcr sich entscheiden, welche Variante sympathischer oder realistischer war. Viel Applaus gab es vom Publikum f\u00fcr dieses Werk aus dem Kanon der deutschen Literatur, das auch noch einige Zuschauer mehr vertragen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der zerbrochne Krug<span><span><a href=\"https:\/\/theater-kompagnie-stuttgart.de\/home\/\">Theaterkompagnie Stuttgart<\/a><\/span><\/span>Log anders nicht als SchweigendNeuburg Kann ein Lustspiel aus dem 18. Jahrhundert noch aktuell sein und Themen wieMeToo glaubhaft aufgreifen? Dass dies m\u00f6glich ist hat die Theater Kompagnie Stuttgart mitIhrer Inszenierung des St\u00fcckes. 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